
San Antonio (Sant Antoni de Portmany)
Die Westküste: Sonnenuntergang über dem Meer und das dichteste Ausgehviertel
Sant Antoni de Portmany liegt an einer weiten Naturbucht an der Westseite Ibizas. Es ist das kompakteste Urlaubsgebiet der Insel: Hafen, Promenade, die Felsen für den Sonnenuntergang und mehrere große Clubs liegen alle fußläufig beieinander. Da die Bucht nach Westen zeigt, sinkt die Sonne hier ins Meer statt hinter einen Hügel.
Geschichte
Der Name Portmany geht auf das lateinische Portus Magnus zurück, „der große Hafen“ — die Bucht diente schon in der Antike als Ankerplatz. Jahrhundertelang war dies eine ländliche Pfarrei um eine weiß gekalkte, befestigte Kirche, die von Salz, Mandeln, Feigen, Vieh und Fischfang lebte. Der Massentourismus kam erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, und das Dorf wurde binnen weniger Jahrzehnte zum heutigen Betonbadeort umgebaut. Die Kirche im alten Kern steht noch, eingezwängt zwischen allem, was später darum herum entstand.
Was man hier macht
- Geh in der Stunde vor Sonnenuntergang die Felsen westlich des Yachthafens entlang — deshalb kommen die meisten hierher.
- Nimm das kleine Ausflugsboot vom Hafen nach Cala Bassa oder Cala Comte statt des Autos; die dortigen Parkplätze sind früh voll.
- Steig hinauf zur weiß gekalkten Pfarrkirche im alten Ortskern, dem ältesten Bauwerk des Ortes.
- Folge dem Küstenpfad nach Norden Richtung Cala Salada — dieselbe Küste, deutlich ruhiger.
- Nutze San Antonio als Basis für die Clubs: Hier kannst du danach zu Fuß zurück, was auf der Insel selten ist.
- Schwimm morgens vom Stadtstrand aus, bevor die Boote auslaufen.
Fakten
- Sant Antoni de Portmany ist der katalanische, San Antonio Abad der spanische Name — dieselbe Gemeinde.
- Die Bucht zeigt nach Westen; deshalb entstand die gesamte Sunset-Kultur Ibizas hier und nicht an der Ostküste.
- Die Gemeinde reicht weit über den Ort hinaus: Cala Bassa, Cala Comte und Cala Salada gehören dazu.
- Salz, Mandeln und Fischfang trugen diese Gegend über Jahrhunderte, lange bevor es hier einen Club gab.
Gut für
Gruppen, Erstbesucher und alle, die nach dem Club zu Fuß zurückwollen.
Ehrlich gesagt
Im Juli und August ist es rund um den Hafen bis in die frühen Morgenstunden laut und voll, und die Bebauung ist überwiegend schlichter Beton. Mit kleinen Kindern oder wenn du Ruhe willst: woanders wohnen und nur abends herkommen.



