Ses Salines
Arbeitende Salinen, ein Naturpark und der Strand an der Südspitze
Ses Salines ist die Südspitze Ibizas: ein Naturpark aus flachen Salzbecken, Kiefernwald, Dünen und einem langen Sandstrand mit Blick nach Formentera. Es ist Industriegebiet und Schutzgebiet zugleich — hier wird bis heute Salz gewonnen. Der Strand gehört zu den bekanntesten der Insel, das Hinterland zu den ruhigsten Ecken.
Geschichte
Salz war jahrhundertelang das wichtigste Exportgut Ibizas, lange bevor der erste Tourist kam. Die flachen Becken, die man von der Straße sieht, sind dieselben arbeitenden Salinen: Meerwasser wird eingelassen, verdunstet in der Sonne und hinterlässt eine Salzkruste, die geerntet wird. Dieses Salz ging als Konservierungsmittel über das Mittelmeer — deshalb zählte diese kleine Insel wirtschaftlich überhaupt. Heute ist das Gebiet Naturpark und Rastplatz für Zugvögel, darunter Flamingos, die in den Becken Nahrung suchen. Zusammen mit dem umgebenden Meer bildet dieser Abschnitt den Rahmen der geschützten Posidonia-Wiesen.
Was man hier macht
- Fahr oder radle an den Salzbecken entlang und halte an den Beobachtungspunkten; zur Zugzeit stehen Flamingos im Wasser.
- Lauf den Strand bis zum Kiefernwald im Süden — dort wird es sofort deutlich ruhiger.
- Geh weiter bis zum Torre de ses Portes an der äußersten Spitze, mit Blick über die Meerenge nach Formentera.
- Schnorchle über den Seegraswiesen und achte darauf, was unter dir liegt — die Posidonia steht unter Schutz.
- Komm früh morgens oder spät nachmittags; mittags gibt es kaum Schatten.
- Sieh dir die Salzberge an der Verladekaje an: Von hier verlässt das Produkt bis heute die Insel.
Fakten
- Die Salinen sind weiter in Betrieb; Salz war jahrhundertelang das wichtigste Exportgut Ibizas.
- Ses Salines ist Naturpark und Rastplatz für Zugvögel, darunter Flamingos.
- Die Posidonia-Wiesen im Meer zwischen Ibiza und Formentera gehören zum UNESCO-Welterbe von 1999.
- Posidonia steht unter Schutz; Boote dürfen darüber nicht ankern und müssen auf Sandgrund ausweichen.
Gut für
Naturliebhaber, Vogelbeobachter, Wanderer und alle, die einen Strand mit Hinterland wollen.
Ehrlich gesagt
Außerhalb der Hochsaison gibt es kaum öffentlichen Verkehr, und im August sind die Parkplätze am Strand bis mittags voll. An Sommerabenden können die Mücken an den Salzbecken lästig werden.




